Im Bereich der Social Networks gilt es oft als erwünscht, alle möglichen Informationen mitzuteilen, unabhängig von deren Nutzwert und Sinn. Das häufige Twittern wird schnell zur Gewohnheit, die Nutzer schrauben unmerklich die Frequenz ihrer Meldungen nach oben.
so oder so ähnlich heißt es dann. Man lässt die anderen Twitter-Nutzer oder Follower an den Schön- und Schlechtwettermeldungen des Lebens teilhaben. Ob das besonders sinnvoll ist, sei einmal dahin gestellt, so oder so wird es aber vielerorts ohne tiefere Begutachtung gemacht.
PleaseRobMe.com macht mit einem Grinsen auf etwas aufmerksam, das ohnehin schon allen klar ist oder zumindest sein sollte: Es ist gefährlich, im Web persönliche Informationen mitzuteilen. Der vermeintliche Service für Langfinger zeigt mit dem warnenden Finger genau darauf: auf der Startseite lässt sich unter der Überschrift "Recent Empty Homes" ein Live-Feed von "Checkins" verfolgen, gefüttert aus Mitteilungen der Portale Twitter und Foursquare, einer Art Twitter mit integriertem Geotagging. Was auch immer die User dort mitteilen, oft enthält die Nachricht vor allem eines: den Hinweis darauf, wo der User sich gerade nicht aufhält, nämlich zu Hause.
Der "Service" ist nicht böse, dafür aber mit einem Augenzwinkern gemeint, so sehen es auch die Betreiber selbst. Es gehe nicht darum, sensible Informationen zu verbreiten, vielmehr würden dort lediglich die Informationen abgebildet, die ohnehin öffentlich auf Twitter zur Verfügung stehen. Entsprechend wird auch auf das dortige Suchergebnis verwiesen. Gefiltert wird beispielsweise nach "left home", was bei der Ausgabe der Suchergebnisse sarkastisch mit "neue Gelegenheiten" angepriesen wird.
Gesagt wird also nur Altbekanntes: das gedankenlose Ausplaudern persönlicher Informationen wie Aufenthaltsort etc. im Web ist mitunter gefährlich und sollte mit Vorsicht genossen werden.
Die Twitterergebnisse werden bei PleaseRobMe nun nicht länger ausgegeben, da das Projekt nach Ansicht der Gründer genug Aufmerksamkeit erfahren hat. Die Website bleibt jedoch bestehen und informiert nach wie vor über die Aktion und die Gefahr übertriebenen Teilens privater Informationen.
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